ME/CFS-Betroffenen Zeit schenken: Lost Voices Stiftung vermittelt Tierbesuchsdienst

 

Hannover 15.01.2014 | Oft sind Menschen mit der neuro-immunologischen Krankheit Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) so schwer erkrankt, dass sie nicht mehr in der Lage sind, selbst ein Haustier zu halten. Die Lost Voices Stiftung, die sich für Menschen mit ME/CFS einsetzt, vermittelt daher nun einen Tierbesuchsdienst. Dieses Angebot soll den oft isoliert lebenden Patienten zu mehr sozialen Kontakten und damit mehr Lebensqualität verhelfen – nicht nur zum Tier entsteht ein oft inniger Kontakt, sondern auch zum Tierbesitzer. Dabei hilft der Tierbesuch nicht nur gegen die mit einer schweren Erkrankung oft verbundene Einsamkeit, sondern kann auch ganz konkrete positive Wirkung z.B. auf Blutdruck, Schmerzreduktion und Alltag mit chronischer Krankheit haben.

 

Elf Tierbesuchsdienstleister aus bisher sechs Bundesländern bieten über die Lost Voices Stiftung bereits ihren Service für ME/CFS-Patienten an. „Wir möchten gern bundesweit Tierbesuche anbieten und freuen uns daher über weitere Gespanne aus Mensch und Tier, die Betroffenen mit ME/CFS ein wenig Zeit schenken möchten“, erklärt Nicole Krüger von der Lost Voices Stiftung. Auch Anbieter auf Honorarbasis können sich in der Datenbank eintragen lassen. Auf Wunsch bietet die Lost Voices Stiftung Schulungen für interessierte Besucherteams mit Informationen zu Erkrankung und speziellen Bedürfnissen der Betroffenen. Interessierte finden die Angebote auf der Homepage der Stiftung (www.lost-voices-stiftung.org).

 

Schlechte Versorgungssituation für ME/CFS-Patienten

Bisher gibt es weder klinische noch ambulante Versorgungszentren in Deutschland für ME/CFS-Patienten. In den Ausbildungen von Ärzten und Pflegekräften kommt die schwere neuro-immunologische Erkrankung nicht vor. „So verschwinden Menschen mit ME/CFS oft vollkommen aus der Gesellschaft und werden sich selbst überlassen bzw. sind auf die Hilfe von Angehörigen und Freuden angewiesen“, so Krüger. „Auch wenn Tierbesuche an dieser bedenklichen Situation nichts ändern, können sie für Betroffene eine willkommene Abwechslung und für versorgenden Angehörigen eine wichtige Entlastung sein“.

 

Weitere Informationen zum Krankheitsbild und zum Tierbesuchsangebot finden sich auf www.lost-voices-stiftung.org

 

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